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Sicherheit durch Sichtbarkeit

Sehen und gesehen werden
Sicherheit durch Sichtbarkeit
„Sicherheit durch Sichtbarkeit!“ - lautet schon seit vielen Jahren der Slogan der Polizei im Kreis Paderborn während der Herbst- und Wintermonate. Deshalb führt sie aktuell wieder zahlreiche Kontrollen von Radfahrern insbesondere an Schulen durch, um diese für die Gefahren durch fehlende Sichtbarkeit zu sensibilisieren.

Am Mittwoch, 22.11.17 hat die Polizei vor der Lise-Meitner-Realschule in Paderborn zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern etwa 120 Fahrräder von Schülerinnen und Schülern kontrolliert.

Ein besonderes Augenmerk legten die Verkehrssicherheitsberater und Bezirksbeamten der Kreispolizeibehörde Paderborn dabei auf die Beleuchtungseinrichtungen der Zweiräder. Aber auch die Funktionstüchtigkeit der Bremsen und der Klingeln wurde überprüft.

 

Mitarbeiter der Paderborner Radstation/SBH boten zudem einen besonderen Service. Kleinere Mängel wurden sofort und kostenlos von ihnen behoben.

 

Schwerpunktmäßig werden Schüler auf dem Weg zur Schule überprüft, weil gerade morgens zu oft „Phantomradfahrer“ unterwegs sind, die ohne Beleuchtung und dunkel gekleidet am Straßenverkehr teilnehmen und damit sich und andere erheblich gefährden.

 

Neben der eingeschalteten Beleuchtung kann die Sicherheit der Zweiradfahrer durch Leuchtwesten oder anderen reflektierenden Materialien erheblich gesteigert werden. Deshalb wurden Schüler von den Ordnungshütern auch gelobt, wenn sie entsprechend ausgestattet den Schulweg angetreten hatten.

 

Bei den Kontrollen an Schulen werden die Polizeibeamten immer von den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern unterstützt. Die kennen ihre Schüler am besten und achten darauf, dass technische Mängel an den Fahrrädern kurzfristig behoben werden. Den Pädagogen kommt dabei die wichtige Aufgabe der Nachkontrolle zu.

Ist bei einem Fahrrad ein Mangel festgestellt worden, wird durch das Lehrpersonal ein Mängelzettel ausgefüllt. Der Schüler hat dann die Aufgabe sein Fahrrad innerhalb einer Woche zu reparieren. Er darf mit dem verkehrsunsicheren Fahrrad so lange nicht mehr fahren, bis das der Defekt behoben ist und das reparierte Fahrrad dem Klassenlehrer vorgeführt wurde.

 

Die Polizei appelliert im Zusammenhang mit den Beleuchtungskontrollen aber auch an die Vorbildfunktion der Erwachsenen. Sie rät, dass die Erziehungsberechtigten gemeinsamen mit ihren Kindern die Verkehrstauglichkeit der Fahrräder überprüfen, um auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer für die besondere Bedeutung einer funktionierenden Beleuchtung und der anderen Sicherheitseinrichtungen zu sensibilisieren.

 

Polizeihauptkommissar Stefan Döring, der am Mittwochmorgen die Räder zahlreicher Schüler kontrollierte, stellt immer wieder fest, dass es häufig Radfahrer gibt, sowohl Erwachsene wie Kinder, denen die Gefahren gar nicht bewusst sind, wenn sie unbeleuchtet bei Dunkelheit und schlechter Sicht auf den Straßen unterwegs sind.

Bei Jugendlichen merkt man, dass es uncool ist mit Weste und Helm zu fahren.

 

Die Polizei weist nochmals daraufhin, dass die Teilnahme am Straßenverkehr an alle Verkehrsteilnehmer, somit auch an Radfahrer, hohe Anforderungen stellt. Sehen und gesehen werden ist deshalb besonders in den Herbst- und Wintermonaten für die Sicherheit von besonders großer Bedeutung.