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Urlaub - Aber sicher!

Strand mit Sonnenschirm und Liegestuhl
Urlaub - Aber sicher!
Es sind nur noch wenige Tage bis zu den Sommerferien. Viele Menschen haben ihren Urlaub längst geplant und freuen sich auf unbeschwerte Tage, schöne Erlebnisse und viel Entspannung.
Ulrich Krawinkel

Trotz aller positiven Hoffnungen, die mit den Ferien verbunden sind, kann es aber auch in der schönsten Zeit des Jahres manchmal zu unangenehmen Überraschungen kommen, die die Urlaubsfreude nachhaltig „verhageln“. Sei es weil auf der Fahrt zum Urlaubsdomizil ein Unfall passiert oder weil Diebe das Portemonnaie mit Geld und wichtigen Dokumenten geklaut haben.

Die Polizei bittet daher darum, sich beim Kofferpacken nicht nur Gedanken, um die richtige Badehose oder Sonnenbrille zu machen, sondern auch einige Präventionstipps zu beherzigen, um mit Sicherheit einen schönen Urlaub zu erleben.

Gerade Diebe sind in vielen Touristenzentren, in den Innenstädten, auf Märkten oder Flaniermeilen aktiv und können für reichlich Ärger und „Lauferei“ sorgen, die man eigentlich nie, schon gar nicht im Urlaub, gebrauchen kann.

Deshalb:

  • Portemonnaies, Handys, Kameras immer dicht am Körper verteilt tragen
  • Wertgegenstände festhalten, wenn man von fremden Menschen angesprochen oder angerempelt wird. Möglicherweise dient das Ansprechen nur der Ablenkung!
  • Geldbeutel und andere Wertsachen nicht unbeaufsichtigt im Auto, Wohnmobil, Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung zurück lassen.
  • PIN-Eingabe am Geldautomaten oder beim Bezahlen immer verdecken und darauf achten, dass ein Sicherheitsabstand zu anderen Personen gegeben ist.

Ist es trotzdem zu einem Diebstahl kommen, sofort den zentralen Sperr-Notruf +49 116 116 anrufen, damit Diebe kein Geld mit den gestohlenen Debitkarten abheben können.

Seien sie misstrauisch, wenn ihnen fremde Leute mutmaßlich günstige Angebote machen wollen. Sei es die Luxusuhr für zehn Euro am Strand, eine lukrative Wohnung die zeitlich begrenzt als Feriendomizil genutzt werden kann, eine angebliche Zivilstreife der Polizei, die wegen eines erfundenen Verkehrsvergehens hohe Bußgelder verlangt oder vermeintliche Pannenopfer, die sie aus dem Auto locken wollen.

Täuschen sie während ihrer Abwesenheit im Urlaub ihre Anwesenheit zu Hause vor. Sprechen sie mit Nachbarn, Angehörigen oder Freunden, die unregelmäßig Rollläden hoch und wieder runter machen, Briefkästen entleeren oder mal das Licht ein- oder ausschalten.

Kriminalhauptkommissar Jürgen Neuhoff vom Kommissariat, Kriminalprävention/Opferschutz bittet die Bevölkerung, wachsam zu sein, wenn unbekannte oder ortsfremde Fahrzeuge wiederholt in Wohngebieten auftauchen und sich auch nicht zu scheuen dies sofort der Polizei mitzuteilen.
Zudem bieten Beamte seines Kommissariats kostenlose Beratungen zum Einbruchsschutz an. Sie erreichen die technischen Fachberater unter der Telefonnummer 05251/306-3900.

Weitere Infos und Präventionstipps zum Thema Sicherheit im Urlaub findet man auch auf der Homepage der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter www.polizei-beratung.de.


Neben dem Schutz vor Kriminellen spielt auch das Thema Verkehrssicherheit bei der Urlaubsvorbereitung eine wichtige Rolle, insbesondere dann wenn sie mit dem Auto oder dem Wohnmobil zum Urlaubsort fahren.

Generell sollten alle notwendigen Funktionen des Fahrzeugs vorab nochmal überprüft werden. Das betrifft besonders den Zustand der Reifen, auch den des Reserverads. Ist ausreichend Profiltiefe vorhanden und der Luftdruck auf die höhere Zuladung eingestellt? Ist genug Wischwasser und Motoröl vorhanden? Funktionieren alle Beleuchtungseinrichtungen einwandfrei?

 „Der PKW oder das Wohnmobil dürfen nicht überladen werden, da sich sonst die Fahreigenschaften und der Bremsweg dramatisch verändern können. Insbesondere Ladung, die auf dem Dach (Surfbretter, Dachboxen, etc.) oder am Heck (Fahrräder) mitgenommen wird, muss richtig gesichert sein. Aber auch Gegenstände im Fahrzeuginnern müssen gut verpackt sein, damit sie bei starken Bremsmanövern nicht zu Geschossen werden“, empfiehlt Verkehrssicherheitsberater Polizeihauptkommissar Reinhard Graumann von der Kreispolizeibehörde Paderborn.

Warnwesten und Warndreieck griffbereit beispielsweise in den Ablagen der Türen bereithalten.

Werden Kinder mitgenommen, müssen diese selbstverständlich wie sonst auch, immer richtig gesichert werden. Sorgen Sie für Schatten im Wagen. Sonnenschutz-Pads oder Rollos an den hinteren Fenstern schützen den Innenraum vor Hitze. Achten sie dabei darauf, dass die Sicht für den Fahrer nicht beeinträchtigt wird.
In dem Zusammenhang sollte daran gedacht werden, dass Kinder wie Erwachsene, insbesondere der/die Fahrer, unterwegs viel trinken müssen, um fit zu bleiben.

Für Kinder ist langes Sitzen langweilig. Nehmen Sie Spielzeug oder Hörspiele mit. In Spielzeugläden gibt es spezielle Spiele-Sets fürs Auto.
Aber auch Rate- oder Wortspiele, können die Kinder ablenken. Ideen dazu kann man sich sehr gut im Internet holen. Gewohntes wie der Lieblingsteddy oder die Schmusedecke sollten auf jeden Fall auch mitgenommen werden!

Wenn möglich sollten Fahrten zu Ferienbeginn oder an den Wochenenden vermieden werden, um stressige Staus zu umgehen. Kalkulieren Sie die Dauer der Fahrt, gerade wenn Kinder dabei sind, großzügig und planen sie etwa alle zwei Stunden eine Pause ein, in der sich alle Insassen an der frischen Luft bewegen können. Müdigkeit am Steuer wirkt sich ähnlich problematisch aus wie alkoholisiert Autofahren.

Bilden sie bei Staus rechtzeitig Rettungsgassen!
Wie man eine Rettungsgasse bildet, kann man sich einfach mit dem Vier-Finger-Trick merken. Schaut man beim Fahren auf seine rechte Hand, die sich ja meistens am Lenkrad befindet, wird die Rettungsgasse immer zwischen Daumen und Zeigefinger gebildet!
Dabei ist es egal wie viele Fahrstreifen die Autobahn hat. Selbst wenn die Fahrbahn mehr als zwei Fahrstreifen hat bleibt es bei dem Vier-Finger-Trick. Dabei ist den Rettungskräften immer zwischen der linken (Daumen) und der zweiten Spur von links (restliche Finger) ein Weg zur Unfallstelle frei zu machen!

Behalten sie den nachfolgenden Verkehr im Auge, wenn sie sich einem Stauende nähern. Halten sie zunächst Abstand zum Vordermann, und schalten sie kurz das Warnblinklicht an, um die hinteren Verkehrsteilnehmer auf den Stau aufmerksam zu machen.

Bei einer Panne, insbesondere auf einer kurvenreichen Strecke und auf Autobahnen, sofort rechts heranfahren. Angeschnallt bleiben, bis das das Auto steht. Auf den nachfolgenden Verkehr achten. Warnblinklicht einschalten. Warnweste anziehen und das Warndreieck mindestens 100 Meter vom Auto entfernt aufstellen, um den nachfolgenden Verkehr rechtzeitig zu warnen.
Halten sie sich nicht auf der Fahrbahn auf. Suchen sie Schutz hinter der Leitplanke.

Werden sie nicht selber zu Stauverursachern und Gaffern, wenn sie eine Unfallstelle passieren. Sorgen sie dafür, dass der Verkehrsfluss aufrechterhalten wird.

Ihre Polizei Paderborn wünscht ihnen mit Sicherheit einen schönen und erholsamen Urlaub!