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„Gemeinsam gegen Taschendiebe“

Radio Hochstift
„Gemeinsam gegen Taschendiebe“
Die Kreispolizeibehörde Paderborn arbeitet mit Radio Hochstift und der PaderSprinter GmbH zusammen gegen Taschendiebe -
René Möller (PaderSprinter GmbH), KHK Peter Gall (Polizei Paderborn) und Sylvia Homann (Radio Hochstift) stellten zum Aktionsbeginn am 10. Juli 2017 den Video-Clip der Öffentlichkeit vor.

Seit 2014 ist die Zahl der Taschendiebstähle spürbar angestiegen. Die Polizei versucht schon seit Jahren dieser negativen Entwicklung mit unterschiedlichen Kampagnen zu begegnen.

In diesem Jahr arbeitet die Kreispolizeibehörde Paderborn mit Radio Hochstift und der PaderSprinter GmbH zusammen, um mit einer außergewöhnlichen Präventionsaktion gegen Taschendiebe vorzugehen und die Problematik möglichst vielen Menschen nahe zu bringen.
Ein von Radio Hochstift produzierter Video-Clip wird über den gesamten Aktionszeitraum auf den Monitoren in sämtlichen PaderSprinter-Bussen zu sehen sein. Mit dem Clip wird der Kampagnenslogan der Polizei „Augen auf und Tasche zu!“ visuell in Szene gesetzt. Das Video kann über den Aktionszeitraum von drei Wochen somit täglich von fast 50.000 Fahrgästen des Busunternehmens gesehen werden.
Darüber hinaus wird Radio Hochstift in seinem Programm ausführlich über die Aktion berichten und die Kampagne mit einer aufwendigen Sonderseite auf seiner Homepage und auf Facebook begleiten.

Startschuss für die landesweite Aktionswoche ist der 10. Juli 2017. Im Kreis Paderborn wird die Präventionsaktion über das Liborifest hinaus bis Ende Juli verlängert. Denn gerade die Liboriwoche (22. bis 30. Juli) gehört zu den Zeiten im Jahr an denen mit am meisten geklaut wird.

 

Arbeitsweise der Täter

Taschendiebe schlagen insbesondere im Gedränge von Großveranstaltungen, in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu. Allein im Jahr 2016 entstand in Nordrhein-Westfalen ein Schaden von 15 Millionen Euro; deutschlandweit von gut fünfzig Millionen Euro!
Oftmals nutzen die Täter die Unachtsamkeit der Menschen aus oder lenken sie mit unterschiedlichen Methoden selber ab, um unbemerkt in Taschen zu greifen oder diese zu öffnen und Wertgegenstände, insbesondere Portemonnaies und Handys, zu „stibitzen“.
Häufig gehen die Täter arbeitsteilig vor. Der Dieb übergibt das Diebesgut sofort nach der Tat an einen Komplizen, um selbst unmittelbar nach Tatentdeckung nicht mit dem Diebstahl in Verbindung gebracht werden zu können.
Die Täter machen sich dann sofort auf die Suche nach der PIN-Nummer für die EC-Karte, um innerhalb kürzester Zeit illegal Geld vom Konto des Beklauten abheben zu können, bevor der Diebstahl bemerkt und das Konto gesperrt wird.

Statistik

Im Kreis Paderborn wurden in den letzten drei Jahren durchschnittlich rund 440 Taten registriert. In den fünf Jahren (2009 bis 2013) davor waren es im Schnitt „nur“ 256 Diebstähle. Für das erste Halbjahr 2017 sind die Zahlen rückläufig. So wurden im ersten Halbjahr 2017 189 Delikte bei der Paderborner Polizei angezeigt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden 243 Taten gemeldet.
Noch ist es aber zu früh, um von einer Trendumkehr zu sprechen. Zumal, von der Straftat und dem Sachwertverlust der Opfer abgesehen, ein Taschendiebstahl fast immer mit einem hohen persönlichen Aufwand und Ärger verbunden ist. Die Beschaffung von neuen Dokumenten kostet Zeit und Geld. Dabei können schnell einige hundert Euro zusammenkommen. Der Verlust von persönlichen Daten oder Bildern, die auf dem Handy gespeichert waren, ist oftmals nicht wieder zu ersetzten.

Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl

  • Machen sie sich vor dem Gang oder der Fahrt in die Stadt, zum Flohmarkt oder einer sonstigen Veranstaltung Gedanken über die sichere Aufbewahrung ihrer Wertsachen
  • Überlegen sie im Vorfeld, ob überhaupt alle Wertsachen mitgenommen werden müssen
  • Rechnen sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe sie ablenken wollen, um sie zu bestehlen. Bleiben sie misstrauisch, wenn sie von Unbekannten angesprochen werden - mit welchem Anliegen auch immer!
  • Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer getrennt in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen mit dem Verschluss zur Körperseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
  • Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

Hinweise der Polizei im Falle eines Taschendiebstahls

  • Erstatten Sie immer eine Strafanzeige, auch wenn es nur zu einem versuchten Diebstahl gekommen ist.
  • Die Polizei wird Ihre entwendeten Kredit- bzw. Bankkarten für das elektronische Lastschriftsystem sperren lassen.
  • Sperren Sie zusätzlich entwendete Kredit- bzw. Bankkarte und Mobiltelefone unverzüglich über die einheitliche Sperr-Notruf-Nummer 116 116.
  • Informieren Sie zusätzlich und unverzüglich Ihr Geldinstitut.
  • Sperren Sie die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons sofort bei Ihrem Netzbetreiber. Das gilt auch für Prepaid-Karten.
  • Melden Sie den Diebstahl von Ausweisen, Führerschein etc. unverzüglich den zuständigen Ämtern.
  • Ausführliche Informationen unter: https://polizei.nrw/artikel/taschendiebstahl-augen-auf-und-tasche-zu-langfinger-sind-immer-unterwegs

 

Augen auf und Tasche zu!

 

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