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„Gemeinsam gegen Taschendiebe“

Radio Hochstift
„Gemeinsam gegen Taschendiebe“
Der Besuch eines Weihnachtsmarkts gehört für viele im Advent einfach mit dazu – leider auch für Taschendiebe. Während die Besucher an den zahlreichen Ständen stöbern oder sich angeregt bei einer Tasse Punsch unterhalten, schlagen die Diebe blitzschnell zu.
Um Taschendieben das kriminelle Handwerk schwer zu machen, arbeitet die Kreispolizeibehörde Paderborn mit „Radio Hochstift“ und der „PaderSprinter GmbH“ zusammen. Gemeinsam gegen Taschendiebe - Am Paderborner Rathaus präsentieren René Möller (PaderSprinter GmbH), Sylvia Homann (Radio Hochstift) und Kriminalhauptkommissar Peter Gall (Polizei Paderborn) einen Video-Clip, der während des Paderborner Weihnachtsmarkts in den PaderSprinter-Bussen gezeigt wird.

Der kurze Filmbeitrag ist von Radio Hochstift im Sommer produziert worden. Mit dem Clip wird der Kampagnenslogan der Polizei zur Taschendiebstahls-Prävention „Augen auf und Tasche zu!“ visuell in Szene gesetzt. Bereits zu Libori nutzten die Kooperationspartner den „Streifen“, um vor Taschendieben zu warnen. Jetzt läuft das Präventionsvideo erneut auf den Monitoren in sämtlichen PaderSprinter-Bussen und wird so täglich von fast 50.000 Fahrgästen des Busunternehmens gesehen.
Radio Hochstift berichtet im täglichen Programm ausführlich über die Präventionskampagne und gibt wertvolle Tipps, wie man (frau) sich vor Taschendieben schützen kann.

Zu sehen ist das Video auch auf den Homepages der beteiligten Institutionen und bei deren Facebook-Accounts.

Seit 2014 ist die Zahl der Taschendiebstähle spürbar angestiegen. In diesem Jahr verzeichnet die Paderborner Polizei einen leichten Rückgang der Taten. Veranstaltungen mit hohem Publikumsandrang ziehen die Diebe aber immer wieder an. So kam es in der Adventszeit im letzten Jahr zu rund 30 Taschendiebstählen, davon 20 in der Paderborner Innenstadt.

 

Arbeitsweise der Täter

Taschendiebe schlagen insbesondere im Gedränge von Großveranstaltungen, in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu. Allein im Jahr 2016 entstand in Nordrhein-Westfalen ein Schaden von 15 Millionen Euro; deutschlandweit von gut fünfzig Millionen Euro!
Oftmals nutzen die Täter die Unachtsamkeit der Menschen aus oder lenken sie mit unterschiedlichen Methoden selber ab, um unbemerkt in Taschen zu greifen oder diese zu öffnen und Wertgegenstände, insbesondere Portemonnaies und Handys, zu „stibitzen“.
Häufig gehen die Täter arbeitsteilig vor. Der Dieb übergibt das Diebesgut sofort nach der Tat an einen Komplizen, um selbst unmittelbar nach Tatentdeckung nicht mit dem Diebstahl in Verbindung gebracht werden zu können.
Die Täter machen sich dann sofort auf die Suche nach der PIN-Nummer für die EC-Karte, um innerhalb kürzester Zeit illegal Geld vom Konto des Beklauten abheben zu können, bevor der Diebstahl bemerkt und das Konto gesperrt wird.

Noch ist es aber zu früh, um von einer Trendumkehr zu sprechen. Zumal, von der Straftat und dem Sachwertverlust der Opfer abgesehen, ein Taschendiebstahl fast immer mit einem hohen persönlichen Aufwand und Ärger verbunden ist. Die Beschaffung von neuen Dokumenten kostet Zeit und Geld. Dabei können schnell einige hundert Euro zusammenkommen. Der Verlust von persönlichen Daten oder Bildern, die auf dem Handy gespeichert waren, ist oftmals nicht wieder zu ersetzten.

 

Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl

  • Nehmen Sie bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Rechnen sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe sie ablenken wollen, um sie zu bestehlen.
  • Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden oder wenn sie von Unbekannten angesprochen werden - mit welchem Anliegen auch immer!
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
  • Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
  • Auch nachts sind Taschendiebe aktiv! Lassen Sie ihre Tasche in Lokalen oder Discos nicht unbeaufsichtigt. Vorsicht, wenn ihnen Fremde zu nahe kommen oder beim Tanzen anrempeln - sie könnten es auf ihr Portmonee abgesehen haben!

 

Hinweise der Polizei im Falle eines Taschendiebstahls

  • Erstatten Sie immer eine Strafanzeige, auch wenn es nur zu einem versuchten Diebstahl gekommen ist.
  • Die Polizei wird Ihre entwendeten Kredit- bzw. Bankkarten für das elektronische Lastschriftsystem sperren lassen.
  • Sperren Sie zusätzlich entwendete Kredit- bzw. Bankkarte und Mobiltelefone unverzüglich über die einheitliche Sperr-Notruf-Nummer 116 116.
  • Informieren Sie zusätzlich und unverzüglich Ihr Geldinstitut.
  • Sperren Sie die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons sofort bei Ihrem Netzbetreiber. Das gilt auch für Prepaid-Karten.
  • Melden Sie den Diebstahl von Ausweisen, Führerschein etc. unverzüglich den zuständigen Ämtern.
  • Ausführliche Informationen unter: https://polizei.nrw/artikel/taschendiebstahl-augen-auf-und-tasche-zu-langfinger-sind-immer-unterwegs

 

Augen auf und Tasche zu!

 

Ihre Polizei Paderborn!

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